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    Content Hacks: Das Auge liest mit

    Von Christian Jakubetz

    Gerade eben festgestellt: In den Content Hacks geht es viel um das geschriebene Wort. Ich bitte um Vergebung, ich komme nun mal ursprünglich aus einer textgetriebenen Welt. Wie und warum man das besser machen kann und was KI damit zu tun hat – heute in den Content Hacks.

    Aber natürlich muss man heute niemandem mehr sagen, wie wichtig die Optik ist. Kein Mensch braucht Bleiwüsten, das Auge liest halt immer mit. Optik meint allerdings nicht:

    • Symbolbilder für irgendwas
    • Selfies für LinkedIn

    Ersteres kann man schon machen, aber sieht meistens bescheiden aus. Zweites macht man meistens, um den Algorithmus glücklich zu machen, sieht aber meistens auch eher bescheiden aus. Und langweilig ist es zudem. Um ehrlich zu sein: LinkedIn ist der einzige Platz der Welt, an dem die Plattform Selfies belohnt (schauen wir mal, wie lange noch).

     

    Fotos und Grafiken mit KI


    Gottlob gibt es ja inzwischen richtig gute KI, mit der man dieser Falle entgehen kann. Nein, ich meine jetzt nicht Papst im Plüschmantel oder Trump knutscht Putin. Das haben wir jetzt alle gemacht, es war mittellustig und ist jetzt dann aber auch wirklich mal durch. KI kann inzwischen sehr viel mehr. Und zwar so, dass man die Ergebnisse richtig gut einsetzen kann. 


    Etwa Grafiken: Man kann sich mithilfe von KI diesen Text, den Sie gerade lesen, zu einer passablen Infografik machen lassen (beispielsweise mit der KI von Envato, die momentan mein bevorzugtes Ding ist, weil sie auch noch richtig gute Videos generieren kann, aber auch ausreichend viel Stockmaterial für den Fall der Fälle bietet; für alle optischen Probleme ist sie meine Nummer eins).

    Beispiel gefällig? Bitte sehr (ohne wirklichen Prompt gemacht, einfach den bisherigen Text reinkopiert):


    Inzwischen arbeite ich auch sehr gerne mit SketchWow. Das ist eine KI, die alles mögliche zu Infografiken, Mindmaps etc. machen kann. Ich habe beispielsweise mal einen typischen Multimedia-Workflow damit visualisieren lassen. Das sieht dann so aus:

    Bilder bearbeiten mit KI


    Als alter Journalist bevorzuge ich natürlich immer noch gute Fotos für die Illustration von allem Möglichen. Schon alleine deswegen, weil KI-generierte Bilder oft immer noch sehr steril wirken. Allerdings kann der Zauber eines Augenblicks schnell mal verloren gehen.

    Natürlich kann man Bilder mit Software auch ganz gut nachbearbeiten. Aber dazu braucht man erstens eine Software und zumindest etwas Basis-Wissen über die Bearbeitung von Fotos. Die meisten Tools haben auch irgendwelche Presets mit diversen Filtern. Aber nach meiner Erfahrung verschlimmbessern die Bilder meistens nur. Zumal man die Veränderungen bei solchen Tools immer auf das ganze Bild legt. Manchmal will man ja aber nur einen kleinen Bereich verbessern.

    Ich habe beispielsweise dieses Bild mit dem iPhone in New York gemacht. Das iPhone (16 ProMax) kann schon was, aber an so einem leicht grellen Morgen in NYC können die Farben schon mal ein wenig flau werden. Bitte sehr, hier ist das Original:

    Mit dem neuen Google-Modell habe ich dann das Bild nachgebessert. Ich wollte den Himmel und den Hudson River kräftiger und einen besseren Bildausschnitt haben. Das habe ihn entsprechend gepromptet und eine Minute später war dann dieses Ergebnis da:

    Deutlich besser – und zudem auch näher an der Realität. So flau wie auf dem Original war der Tag nämlich gar nicht. Im Gegenteil, es war ein ganz prächtiger Frühlingsmorgen in New York. Was man jetzt auch sieht.

    Und jetzt stellen Sie sich bitte zum Abschluss noch vor, dieser Newsletter hätte kein einziges optisches Element gehabt...